Ein Angebot kommt rein, ein Preis pro Einheit steht drauf — und die erste Frage im Beirat lautet fast immer dieselbe: Ist das eigentlich viel? Die ehrliche Antwort: Das kommt fast ausschließlich auf eine Zahl an, die viele Eigentümer übersehen — die Größe des eigenen Objekts.
Die bundesweite Preisspanne — und warum sie so breit ist
Hausverwaltungskosten unterliegen in Deutschland keiner gesetzlichen Gebührenordnung — die Preise bilden sich frei am Markt. Je nach Region, Objektgröße und Leistungsumfang bewegt sich die monatliche Grundvergütung für die klassische WEG-Verwaltung üblicherweise irgendwo zwischen rund 20 und 50 Euro netto pro Einheit. Diese Spanne wirkt auf den ersten Blick unbrauchbar breit — sie wird aber sofort verständlich, sobald man einen einzigen Faktor einbezieht: die Objektgröße.
Der organisatorische Grundaufwand einer Verwaltung ist für ein Objekt mit 6 Einheiten kaum geringer als für eines mit 30. Nur die Anzahl der Schultern, auf die er sich verteilt, ist eine andere.
Das erklärt ein Muster, das sich durch nahezu jede Marktbeobachtung zieht: Größere Wohnanlagen mit 20, 30 oder mehr Einheiten landen oft im unteren Bereich der Preisspanne pro Einheit. Kleinere Gemeinschaften mit wenigen Einheiten zahlen dagegen häufig überdurchschnittlich viel pro Einheit — nicht, weil sie schlechter verhandeln, sondern weil sich derselbe Fixaufwand auf weniger Wohnungen verteilt.
Was in der Grundvergütung enthalten sein sollte
Die Grundvergütung deckt die gesetzlichen Pflichtaufgaben der Verwaltung ab, wie sie sich aus den §§ 24, 27 und 28 WEG ergeben:
Organisation
- Einberufung und Durchführung der Eigentümerversammlung
- Beschlussumsetzung und -dokumentation
Kaufmännisch
- Wirtschaftsplan und Jahresabrechnung
- Hausgeld-Einzug und Mahnwesen
Ansprechbarkeit
- Kommunikation mit Eigentümern und Beirat
- Koordination von Dienstleistern und Handwerkern
Nicht enthalten sind in der Regel außergewöhnliche Sonderleistungen — etwa eine zusätzliche außerordentliche Versammlung oder die technische Begleitung einer größeren Sanierungsmaßnahme. Seriöse Anbieter weisen das vorab klar aus, statt es später als Überraschung in die Jahresabrechnung zu schreiben.
So kalkuliert WEG-Kontor — transparent nach Objektgröße gestaffelt
Statt jedes Objekt einzeln zu verhandeln, arbeitet WEG-Kontor mit einer offen einsehbaren Preisstaffel — ohne Mindestgröße:
| Objektgröße | Modell | Beispiel |
|---|---|---|
| bis 7 Einheiten | 279 € netto/Monat pauschal | 6 WE → 46,50 €/WE |
| 8–15 Einheiten | 35 € netto/WE/Monat | 10 WE → 350 €/Monat |
| 16–25 Einheiten | 33 € netto/WE/Monat | 20 WE → 660 €/Monat |
| ab 26 Einheiten | individuelles Angebot | — |
Alle Preise netto zzgl. gesetzlicher USt.
Der Effekt: Auch ein Objekt mit 6 Einheiten zahlt keinen willkürlichen Einzelfall-Aufschlag, sondern einen Betrag, der sich aus derselben offenen Logik ergibt wie für jedes größere Objekt auch. Wer selbst nachrechnen möchte, tut das am schnellsten direkt im Kostenrechner.
Häufig gestellte Fragen
Warum zahlen kleine WEGs oft mehr pro Einheit?
Weil der organisatorische Grundaufwand einer Verwaltung — Versammlung, Jahresabrechnung, Erreichbarkeit — kaum von der Objektgröße abhängt. Bei wenigen Einheiten verteilt er sich auf weniger Schultern, der Preis pro Einheit steigt.
Sind die Preise auf weg-kontor.de netto oder brutto?
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
Gibt es versteckte Zusatzkosten?
Die Grundvergütung deckt die laufende Verwaltungstätigkeit ab. Außergewöhnliche Sonderleistungen werden separat und vorab transparent besprochen.